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  • Der Streit um die Eisnerschen Veröffentlichungen zur Kriegsschuldfrage
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    [...] Veröffentlichungen zur Kriegsschuldfrage Kurt Eisner Folge von Eisners Kriegsschuldbekenntnis und Veröffentlichungen waren lang anhaltende heftige Kontroversen in der deutschen Öffentlichkeit. Mit Ausnahme der radikalen Linken wurde Eisners Vorgehen im Vorfeld der Friedensverhandlungen als Vaterlandsverrat und politischer Fehler gesehen. Hinzu kam, dass Eisner die an die Presse gegebenen Dokumente kürzte; ihm wurden daher Fälschungsabsichten vorgeworfen. Die Auseinandersetzungen darüber zogen sich weit über Eisners Tod hinaus hin, da sein Kriegsschuldbekenntnis der vorherrschenden Meinung in der deutschen Öffentlichkeit widersprach. Literatur: Bernhard Grau, Kriegsschuldfrage, 1918/1919, publiziert [...]
    [...] publiziert am 17.01.2007; in: Historisches Lexikon Bayerns (27.06.2018). Der Kriegsschuldprozess 1922 Paul Nikolaus Cossmann Felix Fechenbach Conrad Adlmaier Der Prozess, bei dem nicht nur über die Frage der Beleidigung, sondern auch über die Kriegsschuldfrage geurteilt wurde, erfuhr in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit. Die im Münchner Knorr&Hirth-Verlag erscheinenden Münchner Neuesten Nachrichten, deren Herausgeber ebenfalls der Angeklagte Cossmann war, veröffentlichten daher noch 1922 ihre ausführliche Berichterstattung in Buchform. Philipp Loewenfeld Literatur: Hans-Christof Kraus, Süddeutsche Monatshefte, publiziert am 24.07.2006; in: Historisches Lexikon Bayerns (26.07.2018). Paul Hoser [...]
  • Kriegsschuldfrage, 1918/1919
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    [...] de Das Ringen um die Kriegsschuldfrage war für den Ersten Weltkrieg von seinem Beginn an bezeichnend. Im Laufe des Krieges veröffentlichten nahezu alle beteiligten Mächte so genannte Farbbücher, das heißt Sammlungen mit ausgewählten diplomatischen Dokumenten, die belegen sollten, dass das eigene Land alles unternommen habe, um den Krieg zu vermeiden. In den auch nach Kriegsende andauernden Diskussionen spielte Bayern insofern eine Sonderrolle, als sich sein Ministerpräsident, Kurt Eisner (1867-1919), offen zur deutschen Kriegsschuld bekannte und Dokumente veröffentlichte, die diese belegen sollten. Eisners Kriegsschuldbekenntnis, mit dem er hoffte, die internationale Isolierung Deutschlands zu [...]
  • Quellen und Darstellungen zu Kurt Eisner
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    [...] auf die klaren Kriegsziele der Alldeutschen hin und forderte im Gegenzug, dass auch die Sozialdemokratie dem ein klares außenpolitisches Ziel entgegensetzen müsse. Literatur: Bernhard Grau, Kriegsschuldfrage, 1918/1919, publiziert am 17.01.2007; in: Historisches Lexikon Bayerns (26.07.2018). Michael Peters, Alldeutscher Verband (ADV), 1891-1939, publiziert am 11.05.2006; in: Historisches Lexikon Bayerns (26.07.2018). Unterdrücktes aus dem Weltkriege Ende 1916 versuchte Kurt Eisner, über die Kriegsschuldfrage eine öffentliche Debatte zu entfachen. In der in Chemnitz erscheinenden "Volksstimme" sowie in der "Frankfurter Zeitung" versuchte er zu diesem Zweck Artikel bzw. Artikelserien [...]
    [...] Mehrheitssozialdemokratie an, vor allem Otto Wels (1873-1939). Eisners Aufsehen erregende Rede veröffentlichte postum der pazifistische Bund Neues Vaterland. Das Vorwort stammt vom preußischen USPD-Politiker und Pazifisten Heinrich Ströbel (1869-1944). Es datiert vom 28. Februar 1919, wenige Tage nach der Ermordung Kurt Eisners. Literatur: Bernhard Grau, Kriegsschuldfrage, 1918/1919, publiziert am 17.01.2007; in: Historisches Lexikon Bayerns (26.07.2018). Der Sozialismus und die Jugend Kurt Eisner hielt diesen Vortrag am 10. Februar 1919 in Basel, wenige Tage vor seinem für den 21. Februar geplanten Rücktritt, auf Einladung der Basler Studentenschaft. In der Schweiz befand er sich, da er vom 3. bis zum 10. Februar [...]
  • Versailler Vertrag, 1919/20
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    [...] geduldigem Vorgehen, auf längere Sicht wieder eine aktive Rolle in der europäischen Politik spielen können. Die außenpolitische Bewegungsfreiheit hatte sich durch die Abdrängung Russlands aus Mitteleuropa und durch die anhaltende Fokussierung auf innenpolitische Probleme in Russland sogar vergrößert. Bewertung einer deutschen Alleinschuld Die Kriegsschuldfrage erregte die Gemüter in der Weimarer Republik. Der Kampf gegen die Schuldzuweisung löste einen "Weltkrieg der Dokumente" aus. Immer mehr sahen sich die Regierungen der ehemaligen Kriegsteilnehmer in erster Linie aus apologetischen Motiven genötigt, zentrale politische Dokumente der Jahre bis 1914 in Akteneditionen zu publizieren. Auch die Geschichtswissenschaft [...]
    [...] Geschichtswissenschaft wurde von den Auseinandersetzungen politisiert, ehemalige Kriegsgegner standen sich auch in diesem Bereich mehr oder minder unversöhnlich gegenüber und übten sich in gegenseitigen Schuldzuweisungen. Durch die nationalsozialistische Herrschaft erfuhr die Auseinandersetzung in den Jahren 1933-1945 eine Zäsur. 118533282 Fritz Fischer Die Kriegsschuldfrage ist bis heute Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion, wenn sie auch nicht mehr im Mittelpunkt der Forschungsbemühungen steht. Konsens herrscht darüber, dass der jeweilige Anteil an der Herbeiführung des Krieges für die einzelnen beteiligten Mächte unterschiedlich gewichtet werden muss. Von einer alleinigen Kriegsschuld des Deutschen Reiches [...]