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  • Augsburg, Domkapitel
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    [...] Einstimmigkeit bezeugt, seit 1322 genügte die einfache Mehrheit). Das Besetzungsrecht des Domkapitels war beschränkt durch die päpstlichen Provisionen und Expektanzen (seit dem 12. Jahrhundert), die Petitionen benachbarter Fürsten und Herren sowie die "primae preces" von König, Herzog und Bischof (seit dem 15. Jahrhundert). Seit dem Wiener Konkordat von 1448 wechselte das Besetzungsrecht nach der Erledigung der Stelle in geraden (Februar, April, Juni…) und ungeraden Monaten, wobei in letzteren vom Papst ernannt wurde. In den geraden Monaten vergab das vakante Kanonikat durch Wahl das Kapitel. Hierbei galt die einfache Mehrheit der Anwesenden, nicht etwa wie in anderen Domkapiteln ein turnusmäßig [...]
    [...] Augsburger Hochstifts durch bayerische Truppen Ende August 1802 verlor das Domkapitel seinen Besitz. Als die Domkapitulare und Chorvikare durch den Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 staatliche Pensionen erhielten, löste sich das Domkapitel faktisch auf und es fand kein gemeinsames Chorgebet mehr statt. Erst durch das Bayerische Konkordat von 1817/21 kam es zur Wiedererrichtung des Augsburger Domkapitels. Zusammensetzung und Aufnahme Die schon vorher begrenzte Zahl der Kanonikate mit der Möglichkeit auf Erwerb des Stimmrechts blieb in Augsburg wohl seit der Umwandlung von drei Kanonikaten in Vierherrnpfründen (für zum Chordienst verpflichtete Priester ohne Sitz und Stimme im Kapitel) [...]