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  • Weißer Terror, 1919
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    [...] de Im öffentlichen Schlagabtausch der nachrevolutionären Kämpfe in Deutschland kennzeichneten die Formulierungen "roter/weißer Terror" die wechselseitigen Schuldzuweisungen zwischen revolutionären und gegenrevolutionären Kräften. Mit "weißem Terror" waren hier in erster Linie die Vorgänge in München nach der Niederschlagung der Räterepublik durch Regierungstruppen und Freikorps gemeint, die durch Gewaltakte und Willkür gegen echte wie vermeintliche Unterstützer der Linken geprägt waren. de Revolution-Gegenrevolution-Terror Die nachrevolutionären Kämpfe in Deutschland waren seit der Niederschlagung des Spartakusaufstandes in Berlin im Januar 1919 von schweren Gewaltexzessen begleitet. Dabei reichten [...]
    [...] reichten Terrormaßnahmen von Affekthandlungen im unmittelbaren Gefolge der Kampfhandlungen bis zur gezielten Einschüchterung ganzer Gruppen des jeweiligen Gegners. Im öffentlichen Schlagabtausch wurden die Begriffe "roter/weißer Terror" bzw. "rote/weiße Garden" synonym für die Bedeutungsinhalte revolutionär/gegenrevolutionär verwendet. Die in den jeweiligen Lagern gebrauchten Kampfformen lehnten sich an die Erfahrungen aus dem seit 1918 in voller Schärfe entbrannten russischen Bürgerkrieg an, gingen in ihren historischen Wurzeln jedoch bis auf die Französische Revolution zurück. Wie in den Jahren 1793/95 schöpften auch in den folgenden Revolutionen die jeweiligen Bürgerkriegsparteien ihre Rechtfertigung [...]
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    [...] de „Weißer Terror“: Gewalttaten der Regierungstruppen in München, Anfang Mai 1919 Nach der Einnahme Münchens überzogen die Regierungstruppen die Landeshauptstadt bis zum 8. Mai mit einer Welle des Terrors, dem sogenannten "Weißen Terror". Es galten zwar Standrecht und Kriegszustand, dies legitimierte jedoch keinesfalls die Gewalttaten und Morde an völlig Unbeteiligten. Insgesamt fanden etwa 600 bis 1.200 Menschen vom 29. April bis zum 8. Mai den Tod, der Großteil erst in den Tagen nach der Erstürmung Münchens. Darunter befanden sich wahrscheinlich nur knapp 60 Regierungssoldaten. Professionelle Fotografen dokumentierten das blutige Vorgehen der Regierungstruppen nicht, da sie mit den [...]
  • Literaturhinweise
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    [...] 2008. Markus Schmalzl, Erhard Auer. Wegbereiter der parlamentarischen Demokratie in Bayern (Münchener historische Studien 20), Kallmünz 2013. Markus Schmalzl, Zweite Revolution, 1919, in: Historisches Lexikon Bayerns. Michael Seligmann, Aufstand der Räte. Die erste bayerische Räterepublik vom 7. April 1919, Grafenau-Döffingen 1989. Bruno Thoß, Weißer Terror, 1919, in: Historisches Lexikon Bayerns. [...]
  • Roter Terror, 1919
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    [...] überzeichnet wurden. Dies erklärt, weshalb sie zum bleibenden Trauma der jungen bayerischen Republik werden konnten. Die Beobachtung, dass es im Wesen des Terrorismus liege, den Gegenterror herauszufordern, lässt sich auch am Münchner Beispiel belegen. Die bei der Eroberung Münchens durch die Regierungstruppen begangenen Gewalttaten werden als "Weißer Terror" bezeichnet. Rechteinformationen zum Digitalen Objekt beim Datenlieferanten erhältlich. [...]
  • Frühe Darstellungen zur Geschichte von Revolution und Räterepublik
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    [...] in München" stellen die sechs Hefte die Entwicklung zwischen November 1918 und Mai 1919 dar. Die Arbeit verzichtet auf auffällige Polemiken und bemüht sich, trotz unverhüllter Abneigung gegenüber der Revolution, eingermaßen sachlich zu bleiben. Auffällig ist ihr Abbrechen mit dem 1./3. Mai 1919. Die anschließenden Vergeltungsaktionen ("Weißer Terror") werden nicht erwähnt. Georg Escherich Literatur: Christoph Hübner, Organisation Escherich (Orgesch), 1920/21, publiziert am 11.05.2006; in: Historisches Lexikon Bayerns (27.06.2018). Die Münchener Tragödie Noch 1919 erschien in der Berliner "Verlagsgenossenschaft Freiheit", die der USPD zuzurechnen ist, eine Darstellung der [...]
    [...] Münchens, dessen Opfer ausgiebig gewürdigt werden. In den abschließenden "Lehren aus der Tragödie" wird die Sicht der USPD auf die Ereignisse wiedergegeben. Literatur: Bernhard Grau, Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD), 1917-1922, publiziert am 14.05.2007; in: Historisches Lexikon Bayerns (27.06.2018). Bruno Thoß, Weißer Terror, 1919, publiziert am 11.09.2012; in: Historisches Lexikon Bayerns (27.06.2018). Kommunistische Stimmen Paul Frölich Michael Smilg-Benario Smilg-Benario, der selbst an der russischen Revolution mitgewirkt hatte, kam zu einem sehr negativen Urteil über das kommunistische Vorgehen, das in München blind die Methoden des russischen Bolschewismus anwenden [...]
  • Politische Morde (Weimarer Republik)
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    [...] rechtsgerichteter Organisationen firmiert unter dem Begriff Fememord. Die Fälle Während der Weimarer Republik erschütterten zahlreiche politisch motivierte Morde das öffentliche Leben. Neben den Verbrechen während der Revolutions- und Rätezeit sind hier vor allem die gezielten Anschläge auf Vertreter der neuen staatlichen Ordnung zu nennen. "Roter" und "weißer Terror" 2215 Münchner Anschläge auf Repräsentanten der Republik 118529706 Kurt Eisner 118833952 Anton Graf von Arco-Valley 116376961 Erhard Auer 116439386 Karl Gareis Eindeutig auf das Konto der O.C., die durch ihre Verbrechen Übergriffe von links provozieren und durch deren Niederschlagung die Demokratie in Deutschland beseitigen wollte, gehen 11853100X [...]