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  • Kastler Reform
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    [...] de Älteste spätmittelalterliche benediktinische Reformbewegung im deutschsprachigen Raum. Einflüsse aus Böhmen führten ab 1380 zu einer Reform des oberpfälzischen Klosters Kastl unter Abt Otto Nortweiner (reg. 1378-1399, gest. 1400), gefördert durch den späteren deutschen König Rupprecht von der Pfalz (reg. 1400-1410 als König). Von Kastl ausgehend erfasste die Reformbewegung weitere Klöster vorwiegend in Altbayern, beginnend mit Reichenbach 1394/1410. Zentrale Dokumente der Kastler Reform sind die "Consuetudines" und der "Liber ordinarius", die vor allem im 15. Jahrhundert große Verbreitung erfuhren. Charakteristisch für die Kastler Reform ist der hohe Stellenwert von Bildung und Wissenschaft sowie die kritische Einstellung zur Tradition. Am längsten blieb die Kastler Reform im Kloster Füssen wirksam. de 27652 Kastl Ausgangspunkt: Kloster Kastl 138776997 Berengar von Sulzbach 133833046 Friedrich von Kastl-Habsberg 118508903 Benedikts XII. Das 992 gegründete Brevnov hatte als ältestes Benediktinerkloster Böhmens einen gewissen Vorrang und war seit dem 11. Jahrhundert als Reformkloster ein geistiges Zentrum. Die Äbte übten einen Ehrenprimat und Reformrechte aus und besaßen ab 1392 auch das Visitationsrecht über die Benediktinerklöster Böhmens und Mährens. 28465 Reichenbach 118750410 Ruprecht III. 118712659 Johannes von Kastl 136438636 Otto Nortweiner Die "Consuetudines [...]
    [...] kleinerer Textabschnitte). Die Arbeiten und Diskussionen des Konzils zu Basel (1431-1439) bewirkten auch eine gründliche Überarbeitung der Texte der Kastler Reform. Diese gereinigte und gestraffte Redaktion blieb dann maßgebend für das 15. Jahrhundert. Aus dem 15. Jahrhundert existiert auch eine große Zahl von Kurzfassungen dieser Kastler Reformtexte. Inhalte und Ziele der Reform Das geistige Konzept der Reform schuf der aus Böhmen stammende Benediktinermönch Franz von Kastl, der 1390 nach Rom und in das damals berühmte Reformkloster Subiaco gepilgert war. Ein eifriger Mitarbeiter am Reformwerk war Johannes von Kastl, dessen Regelkommentar (1410 abgeschlossen) eine weitreichende Wirkung hatte. Franz [...]
    [...] die "Consuetudines" nach vernünftigen Grundsätzen erweitert, dann aber im Zuge der Reformdiskussionen des Basler Konzils (1431-1439) gründlich gekürzt und "modernisiert". Diese gereinigte und gestraffte Redaktion sollte dann für den weiteren Verlauf der Kastler Reform maßgeblich bleiben. Diese kritische Einstellung zur Tradition ist bei anderen Reformbewegungen eher nicht zu finden und kann als besonderes Anliegen der Kastler Reform bezeichnet werden. Für Kastl ist charakteristisch, dass schon in den ältesten Reformtexten "ratio et conscientia" (Vernunft und Eigenverantwortung) als Lebensprinzip im Kloster speziell angesprochen werden. Das 37. Kapitel "De corrigendis libris" bildet in der Geschichte [...]