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  • Kastler Reform
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    [...] Rupprecht von der Pfalz (reg. 1400-1410 als König). Von Kastl ausgehend erfasste die Reformbewegung weitere Klöster vorwiegend in Altbayern, beginnend mit Reichenbach 1394/1410. Zentrale Dokumente der Kastler Reform sind die "Consuetudines" und der "Liber ordinarius", die vor allem im 15. Jahrhundert große Verbreitung erfuhren. Charakteristisch für die Kastler Reform ist der hohe Stellenwert von Bildung und Wissenschaft sowie die kritische Einstellung zur Tradition. Am längsten blieb die Kastler Reform im Kloster Füssen wirksam. de 27652 Kastl Ausgangspunkt: Kloster Kastl 138776997 Berengar von Sulzbach 133833046 Friedrich von Kastl-Habsberg 118508903 Benedikts XII. Das 992 gegründete Brevnov hatte [...]
    [...] und gestraffte Redaktion sollte dann für den weiteren Verlauf der Kastler Reform maßgeblich bleiben. Diese kritische Einstellung zur Tradition ist bei anderen Reformbewegungen eher nicht zu finden und kann als besonderes Anliegen der Kastler Reform bezeichnet werden. Für Kastl ist charakteristisch, dass schon in den ältesten Reformtexten "ratio et conscientia" (Vernunft und Eigenverantwortung) als Lebensprinzip im Kloster speziell angesprochen werden. Das 37. Kapitel "De corrigendis libris" bildet in der Geschichte der benediktinischen "Consuetudines" eine absolute Neuheit. Es betont die positive Einstellung der Kastler Reform zu Buch und Wissenschaft. Bücher und Studium dienen dem Heil der eigenen [...]
    [...] von den schriftlichen Brauchtexten ("Consuetudines") ausgegangen sein. Zentren und Klöster der Kastler Reform Direkt von Kastl aus wurden folgende Klöster reformiert: 6906 Weihenstephan 27282 Regensburg 36607 Nürnberg 44772 Donauwörth Eine exakte Liste aller von der Kastler Reform erfassten Klöster ist schwer zu erstellen, da nicht alle namentlich bekannt oder wissenschaftlich erfasst sind. Auch der Autor der "Epistula ad desidiosos" nennt weiterer Klöster, in denen die Kastler Reformer durch ihre "Modernisierungen" altehrwürdige monastische Traditionen zerstört hätten. Das Ende der Kastler Reform Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bis 1524 gab es intensive Bemühungen um einen Zusammenschluss [...]
    [...] gewesen sein (laut Prolog der "Consuetudines"). Das Konzil von Konstanz und das Äbtekapitel zu Petershausen (1417) bewirkten einen zweiten Schritt in der Entwicklung der Kastler Reformtexte (Einschübe kleinerer Textabschnitte). Die Arbeiten und Diskussionen des Konzils zu Basel (1431-1439) bewirkten auch eine gründliche Überarbeitung der Texte der Kastler Reform. Diese gereinigte und gestraffte Redaktion blieb dann maßgebend für das 15. Jahrhundert. Aus dem 15. Jahrhundert existiert auch eine große Zahl von Kurzfassungen dieser Kastler Reformtexte. Inhalte und Ziele der Reform Das geistige Konzept der Reform schuf der aus Böhmen stammende Benediktinermönch Franz von Kastl, der 1390 nach Rom und in das [...]