Döllinger, Johann Joseph Ignaz von (Theologe): 28. 2. 1799 Bamberg — 10. 1. 1890 München

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  • Döllinger, Johann Joseph Ignaz von (Theologe): 28. 2. 1799 Bamberg — 10. 1. 1890 München
  • Studium der Philosophie und Theologie in Würzburg seit 1816, Priesterseminar in Bamberg, hier 1822 Priesterweihe, Kaplan in Marktscheinfeld. Freundschaft mit dem Dichter ? A. v. Platen. Lehrer für Kirchenrecht und Kirchengeschichte am Aschaffenburger Lyceum, erste Publikation „Die Lehre der Eucharistie in den ersten drei Jahrhunderten" (1826). Im selben Jahr einer der ersten Professoren an der neuen Universität München, bis 1850 fast tägliche Zusammenkünfte des Görreskreises, Hang zum Romantischen und Restaurativen. Beiträge in den Zeitschriften „Eos" und „Historisch-politische Blätter", Wortführer der katholischen Rechten in der zweiten Kammer und der Frankfurter Paulskirche. Wichtige Arbeiten zur Kirchen- und Konfessionsgeschichte. Die Dogmatisierung der unbefleckten Empfängnis Mariens durch Pius IX. (1854) konnte er nicht als im Gewissen bindend ansehen. Von den Vorarbeiten zum Vatikanischen Konzil ausgeschlossen, Unterscheidung zwischen dem biblischen „Primat" und illegitimen „Papat". Nach der Entscheidung für die Allgewalt und Unfehlbarkeit des Papstes unter Berufung auf die allmählich entstehende „altkatholische Kirche". Vorträge über die Wiedervereinigung der Kirche im Wintersemester 1872 nach der ostentativen Rektorwahl 1871; Bonner Unionskonferenzen 1874/75. Auf priesterlichem Gebiet Einhaltung der Exkommunikation; der König beließ ihn in allen Ämtern und Ehrenstellungen. Präsident der Akademie der Wissenschaften, Leiter aller staatlichen Sammlungen Bayerns.
  • Erweiterte Beschreibung
  • 1983
    • Döllinger Johann Joseph Ignaz von
  • Universitätsbibliothek Regensburg
  • Universitätsbibliothek Regensburg
    • GND-ID - Identifikator: 118526243
  • CC0
  • 2014-03-23