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Kontakt

Stadtmuseum Lindau
Marktplatz 6
88131 Lindau

Telefon: +49 (0)8382/944073
E-Mail: museum@kultur-lindau.de

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Stadtmuseum Lindau

Geschichte

Das Stadtmuseum Lindau gehört zu den zentralen Institutionen im Kulturbetrieb der östlichen Bodenseeregion. Das den Markplatz dominierende Museumsgebäude, genannt „Zum Cavazzen“, gilt als eines der schönsten barocken Bürgerhäuser der Bodenseeregion. Errichtet in den Jahren 1729/30, ist das Wohn- und Handelshaus der Patrizierfamilie Seutter von Loetzen ein Werk des Schweizer Baumeisters Jakob Grubenmann (1694-1758), der als Urheber teils äußerst fortschrittlicher Holzkonstruktionen in die Architekturgeschichte einging.

Wie viele vergleichbare Einrichtungen ist auch das Stadtmuseum Lindau auf eine bürgerschaftliche Initiative des späten 19. Jahrhunderts zurückzuführen: In der Absicht, Geschichte, Geistesleben und Kultur der ehemaligen Reichsstadt Lindau zu dokumentieren und zu vermitteln, begann der 1889 gegründete Museumsverein, entsprechende Sachzeugnisse zusammenzutragen.

Bereits im Jahr darauf konnte im Alten Rathaus ein erstes Heimatmuseum eingerichtet werden. Zum Umzug der Sammlungen an ihren heutigen Standort kam es 40 Jahre später: Das Lindauer Industriellenpaar Ludwig und Lydia Kick hatte den Cavazzen 1929 erworben, sanieren lassen und der Stadt als Stiftung übertragen, mit der Auflage das Museum als „sinnfälliges und dauerndes Denkmal von Heimatliebe und Heimattreue“ darin zu unterhalten. Im Juli 1930 erfolgte die Neueröffnung des Cavazzen als städtisches Museum.

Sammlungen

Das Stadtmuseum Lindau verwahrt zahlreiche Zeugnisse der Lindauer Geschichte, die von der Entwicklung der ehemaligen Reichsstadt und vom Leben ihrer Bürger erzählen. Mit seinen über Jahrzehnte gewachsenen Sammlungsbeständen ist es ein Hort unersetzlichen kulturellen Erbes. Zu den Schätzen des Hauses gehört mit der „Lindauer Beweinung“ – um 1420 gemalt von einem wohl seeschwäbischen Maler aus dem Umkreis von Stefan Lochner – ein herausragendes Beispiel der Malerei im Bodenseeraum zur Zeit des Konstanzer Konzils. Mit den Totentafeln vom Alten Aeschacher Friedhof sind einzigartige Zeugnisse protestantischer Bestattungskultur erhalten geblieben.

Gleichwohl stellt sich die Sammlung als Ganzes mit ihren rund 8.000 Einzelobjekten äußerst heterogen dar: Nicht immer blieben die Sammler im Dienste des Stadtmuseums ihrem selbst gewählten Anspruch, „Lindauer Sachen“ zu sammeln, gänzlich treu. Eine weiterreichende Spezialisierung auf bestimmte Epochen, Sach- oder Themengebiete erfolgte nicht. Zwar lassen sich insgesamt gewisse Schwerpunkte erkennen, dessen ungeachtet drängt sich jedoch geradezu der Eindruck eines „Universalmuseums“ oder einer „Wunderkammer“ auf.

Inhalte des Stadtmuseums Lindau in bavarikon