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Historischer Verein von Oberbayern
Stadtarchiv München
Winzererstraße 68
80797 München

Telefon: +49 (0)89/233-0308
Fax: +49 (0)89/233-30830
E-Mail: hv.oberbayern@online.de

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Historischer Verein von Oberbayern

Der Historische Verein von Oberbayern fördert die landes-, regional- und stadtgeschichtliche Wissenschaft und Forschung, die Denkmalpflege, die Geschichte, Kunst und Kultur und vermittelt das geschichtliche Wissen über Oberbayern an eine breite Öffentlichkeit.

Der 1837 gegründete Verein hat seit 1943 seinen Sitz am Stadtarchiv München. Seine derzeit etwa 1.800 Mitglieder (Stand: März 2016) lädt er zu monatlichen Vorträgen mit historischen und kunsthistorischen Themen ein. Daneben finden in unregelmäßigen Abständen Sonderveranstaltungen und Spezialführungen statt. Einmal pro Jahr organisiert der Verein einen Tagesausflug zu historisch/kunsthistorisch interessanten Zielen im Vereinsgebiet oder den angrenzenden Regionen. Seit 2009 findet alljährlich ein Sommerfest statt, zu dem der Historische Verein und das Stadtarchiv München gemeinsam einladen.

Der Vermittlung historischen Wissens über Oberbayern dient das 1839 erstmals erschienene und bis heute fortbestehende "Oberbayerische Archiv". Dieses Jahrbuch ist die einzige wissenschaftliche Zeitschrift, die sich ausschließlich oberbayerischen Themen widmet. Mittlerweile sind 139 Bände erschienen.

Der Historische Verein von Oberbayern entwickelte von Beginn an nicht nur eine reichhaltige Vortrags- und Publikationstätigkeit, sondern begann auch umgehend mit dem Aufbau einer Bibliothek sowie verschiedener Sammlungen (Urkunden und Handschriften, Landkarten und Pläne, römische und mittelalterliche Münzen sowie antiquarische Gegenstände) mit bedeutenden Dokumenten und Objekten. Die Sammeltätigkeit des Vereins setzte damit lange vor der Gründung der wichtigsten historisch orientierten Museen Münchens ein (1855 Gründung des Bayerischen Nationalmuseums, 1888 Gründung des Münchner Stadtmuseums).

Ende der 1930er Jahre entschloss sich der Historische Verein von Oberbayern, seine Sammlungen wegen Platzmangels komplett abzugeben, und so übernahm diese 1943 das Stadtarchiv München. Da die Bestände sofort nach der Übernahme evakuiert wurden, überstanden sie den Zweiten Weltkrieg ohne Verluste.

In den 1970er Jahren beschlossen Vorstand und Ausschuss des Historischen Vereins, alle Kunstgegenstände, für die im Stadtarchiv eine sachkundige Betreuung nicht möglich war, öffentlichen Instituten und Sammlungen gegen freien Eintritt für die Mitglieder als Dauerleihgaben oder Stiftungen zu überlassen. Daraufhin erfolgten Abgaben an die Archäologische Staatssammlung (damals Prähistorische Staatssammlung), die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (Alte Pinakothek), die Bayerische Akademie der Wissenschaften, das Münchner Stadtmuseum, das Bayerische Nationalmuseum, die Staatliche Graphische Sammlung München sowie das Diözesanmuseum Freising. 1996 wurden schließlich noch die Zeichnungen und Skizzenbücher aus dem Nachlass des Künstlers Johann Georg von Dillis (1759-1841) als Dauerleihgabe an die Städtische Galerie im Lenbachhaus abgegeben. Die Bibliothek, die Dokumentensammlungen und die "Bildersammlung" verblieben im Stadtarchiv München.

Sammlungen des Historischen vereins von Oberbayern in bavarikon