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Kontakt

Staatliche Münzsammlung München
Residenzstraße 1
80333 München

Telefon: +49 (0)89/227221
Fax: +49 (0)89/299859
E-Mail: info@staatliche-muenzsammlung.de

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Staatliche Münzsammlung München

Aufgaben der Staatlichen Münzsammlung sind das Sammeln, Bewahren, Bearbeiten und Präsentieren der Zeugnisse der Geldgeschichte und verwandter Bereiche für alle Gebiete und Epochen mit Bayern als einem wichtigen Schwerpunkt. Der Öffentlichkeit bietet die Staatliche Münzsammlung ihre Dauerausstellung und wechselnde Sonderausstellungen, Führungen, Veranstaltungen für Schulklassen und Studenten, Vorträge und eine öffentliche Fachbibliothek an.

Die Staatliche Münzsammlung geht zurück auf Herzog Albrecht V. von Bayern (1550–1579). Im Zusammenhang mit der von Albrecht gegründeten Kunstkammer wurde auch eine Münzsammlung begonnen und unter seinen Nachfolgern fortgeführt. Auch die pfälzischen Wittelsbacher legten eine Münzsammlung an. So kaufte Kurfürst Johann Wilhelm (1690-1716) die 10.000 Stück umfassende Sammlung geschnittener Steine des Johann Smetius. Nach der Übernahme der bayerischen Kurwürde durch die pfälzischen Wittelsbacher im Jahr 1777 wurden die pfälzische und die bayerische Münzsammlung zusammengeführt. Verwalter der Sammlung wurde Franz Ignaz Streber (1758-1841), mit dem erstmals eine wissenschaftliche Betreuung gegeben war. Mit der Säkularisation fielen neben den anderen Sammlungen auch die Münzsammlungen der Klöster an den bayerischen Staat. Streber konnte zumindest eine Auswahl für das Münzkabinett sichern. Mit diesem erheblichen Zuwachs bekam die Münchner Sammlung allmählich internationalen Rang.

Im Jahr 1807 kam das Münzkabinett unter die Verwaltung der bayerischen Akademie der Wissenschaften. Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war für die Münzsammlung die Zeit der größten Zuwächse. So konnten 1811/12 die Sammlung Coelestin Steiglehner und die komplette Sammlung des französischen Diplomaten Cousinéry erworben werden.

Von großer Bedeutung war auch die Förderung durch den Kronprinzen und späteren König Ludwig I. (1825-1848). Neben den großen Museen und Sammlungen erfuhr auch die Münzsammlung durch Ludwigs Initiative und Mittel reichen Zuwachs. Auf seinen Reisen nach Italien hielt der Kronprinz auch nach interessanten Sammlungen Ausschau und vermittelte dann den Ankauf. So kamen etwa die Sammlung antiker sizilischer Münzen der Gebrüder Longo und die Fulda-Sammlung Ignaz Hinkelbein (1764-1829) nach München. Weitere wichtige Sammlungen konnten im 19. Jahrhundert komplett erworben werden, wie 1835 die Sammlung Woschitka, deren Kernstück Münzen aller Wittelsbacher Linien bildeten, und die umfangreiche Wittelsbachersammlung von Johann Beierlein (1802-1878) nach 1878.

Für das 20. Jahrhundert ist an großen Sammlungen vor allem die große Sammlung antiker geschnittener Steine des Archäologen Paul Arndt (1865-1937) zu nennen, die 1956 aus dem Besitz des Kronprinzen Rupprecht (1869-1955) erworben wurde.

Aus dem 1944 völlig zerstörten Gebäude der Akademie kam die Münzsammlung nach einem vorübergehenden Notquartier 1963 in die für sie neu hergerichteten Räume in der Münchner Residenz.

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