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Kontakt

Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek (Direktion)
Katharina-von-Bora-Straße 10
80333 München

Telefon: +49 (0)89/28927-502
Fax: +49 (0)89/28927-516
E-Mail: info@antike-am-koenigsplatz.mwn.de

Staatliche Antikensammlungen (Museum)
Königsplatz 1
80333 München
Telefon: +49 (0)89/59988830

Glyptothek (Museum)
Königsplatz 3
80333 München
Telefon: +49 (0)89/286100

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Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek - Antike am Königsplatz

Die Staatlichen Antikensammlungen und die Glyptothek gehören zu den international führenden Museen für antike Kunst. Der architektonische Rahmen, in dem die griechischen, römischen und etruskischen Meisterwerke präsentiert werden, geht auf die Initiative des bayerischen Königs Ludwig I. (1786–1868, König 1825-1848) zurück: In den Jahren 1816 bis 1830 schuf Leo von Klenze (1784-1864) an der Nordseite des Münchner Königsplatzes die Glyptothek mit ihrer Vorhalle, die auf ionischen Säulen ruht. Von 1838 bis 1848 erbaute Georg Friedrich Ziebland (1800-1873) im Süden des Areals das Gebäude der heutigen Antikensammlungen mit seiner korinthischen Fassade. Das Ensemble erfuhr seine Vollendung durch die Propyläen am Westrand des Platzes, die wieder Klenze zwischen 1846 und 1860 nach dem Vorbild des klassischen Tores der Athener Akropolis aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. in dorischer Ordnung errichtete.

Die frühesten Bestände der Museen am Königsplatz stammen noch aus der Kunstkammer des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1550-1579). Die Wittelsbacher erweiterten ihre Kunstsammlung im "Antiquarium" der Münchner Residenz während der darauf folgenden zwei Jahrhunderte je nach ihren persönlichen Interessen. Ludwig I. begann schließlich noch als Kronprinz damit, in großem Maßstab Antiken in Italien zu erwerben, und verschaffte den Sammlungen auf diese Weise binnen kurzer Zeit Weltgeltung. Aber auch noch später erfuhr das Museumsinventar durch Stiftungen und staatliche Neuerwerbungen umfangreiche und inhaltlich bedeutende Zuwächse – ein Prozess, der bis in die Gegenwart fortdauert. Die Sammlungsobjekte umspannen deshalb heute einen zeitlichen Rahmen, der mit der kykladischen Kultur der Ägäis im 3. Jahrtausend vor Christus beginnt und bis in die Spätantike im 5. Jahrhundert nach Christi Geburt reicht.

Während die griechischen undrömischen Skulpturen seit 1830 ununterbrochen in der Glyptothek präsentiert werden, waren die anderen Sammlungsbestände, wie Vasen, Bronzen und Schmuck, auf mehrere Standorte verteilt: Die figürlich bemalten Vasen wurden zunächst – auf Ludwigs Wunsch – in der Alten Pinakothek als Teil der europäischen Malerei gezeigt, während man die anderen Objekte ab 1872 in der Neuen Pinakothek ausstellte. Erst im Verlauf des Ersten Weltkriegs wurden die diversen Sammlungen in der Alten Pinakothek zusammengefasst. Seit 1967 befinden sie sich schließlich im Ausstellungsgebäude am Königsplatz.

Sammlungen der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek in bavarikon