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Schätze der Staatlichen Bibliothek Passau

Diese Sammlung ist ein Bestand der Staatlichen Bibliothek Passau.

Die Auswahl von fünfzehn Schätzen der Staatlichen Bibliothek Passau spiegelt die Geschichte und das Profil dieser Einrichtung wider. Die Bibliothek geht zurück auf die Büchersammlung des 1612 gegründeten Passauer Jesuitenkollegs. Mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 ging sie in den Besitz des Passauer Hochstifts über und nannte sich fortan "Fürstbischöfliche Akademische Bibliothek". Nur drei Jahrzehnte später fiel die Sammlung durch die Säkularisation 1803 an den bayerischen Staat und wurde zur Aufnahmestelle für die ebenfalls aufgelösten geistlichen Bibliotheken von Stadt und Umland.

Drei der Zimelien stammen aus dem 1803 säkularisierten Kloster Vornbach (Landkreis Passau). Die "Formbacher Bibel" und das "Formbacher Missale" (Messbuch) aus dem 15. Jahrhundert sind als Handschriften mit ihrer prachtvollen Buchmalerei von höchster, weit über Niederbayern hinausweisender Bedeutung.

Mehrere Stücke gehörten einst der Bibliothek des Jesuitenkollegs an. Herausragend ist der Erstdruck von Nikolaus Kopernikus´ (1473–1543) Hauptwerk "De Revolutionibus Orbium Coelestium", in dem der Astronom die Grundlagen des heliozentrischen Weltbildes entwirft. Hans von Gersdorffs (gest. 1529) "Feldbuch der Wundarznei", ein früher Druck von 1517, gibt minutiös illustrierte Anweisungen für die Behandlung von Schwerverletzten.

Einige weitere Objekte hat die Staatliche Bibliothek in den letzten Jahren und Jahrzehnten erworben. Von Bedeutung für Passau ist das "Kräuterbuch", ein Inkunabel-Druck des Passauer Druckers Johann Petri von 1487. Hinzu kommen eine Grafik von 1601 und ein Emblem- und Freundschaftsbuch von 1608, das der bedeutenden Emblembüchersammlung der Bibliothek angehört.
Beim jüngsten der hier präsentierten Schätze handelt es sich um einen umfangreichen Band von 1739, der u.a. 145 Federzeichnungen und mehrere getrocknete Schmetterlinge und Pflanzen enthält.